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FelgenPRO

Für 1.–2. Lehrjahr (Auto)
Aufbau

Aufbau & Bild

Felgenaufbau schnell verstehen.

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Grundlagen

Teile & Begriffe

Hump, Tiefbett, Zentrierung.

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Arten

Stahl / Alu / Schmiede

Vor- und Nachteile.

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Maße

ET / PCD / Nabe

Codes lesen, Fehler vermeiden.

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Werkstatt

Drehmoment-Rechner

Auswählen → Eingeben → Ergebnis live.

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Praxis

Montage-Checkliste

Kurz, klar, sicher.

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Felgen – Aufbau & Bild

Das Bild hilft dir, die Begriffe weiter unten direkt zuzuordnen.

Felgenaufbau – Innenansicht

Wichtige Grundlagen

Teile (kurz & praxisnah)

  • Felgenhorn: Außenkante. Dort sitzt die Reifenwulst.
  • Hump (z. B. H2): „Sicherheitswulst“, damit der Reifen bei Druckverlust weniger leicht abspringt.
  • Tiefbett: Vertiefung zum Montieren/Demontieren.
  • Reifensitz: Dichtfläche. Sauber & ohne Macken = dicht.
  • Nabenbohrung (Zentrierung): Felge sitzt mittig auf der Nabe (Zentrierring bei Zubehör).

Wichtig in der Werkstatt

  • Radschraubensitz: Kegelbund oder Kugelbund muss passen, sonst löst sich das Rad oder zieht schief.
  • Hub-centric: Zentrierung über Nabe/Bohrung ist stabiler als „nur über Schrauben“.
  • Planlauf: Rost/Schmutz an Nabe oder Felge = Unwucht/Schlag/Fehlzentrierung.
  • Alu auf Stahl: Kann „festbacken“ (Kontaktkorrosion). Sauber montieren, Vorgaben beachten.
Merksatz: Sitz + Zentrierung + saubere Auflage sind wichtiger als „sieht gut aus“.

Felgenarten

Stahlfelgen

Robust & günstig. Oft im Winter. Nachteil: eher schwer und rostanfällig.

Alufelgen (gegossen)

Meist leichter als Stahl, bessere Optik, gute Wärmeabfuhr. Nachteil: empfindlicher gegen Bordstein.

Schmiedefelgen

Sehr stabil bei geringem Gewicht. Teurer. Häufig Performance/Motorsport.

Fachlich korrekt, aber simpel: Weniger Gewicht am Rad (ungefederte Masse) hilft oft dem Fahrkomfort und der Radführung, aber „passt“ und „sicher montiert“ bleibt Nr. 1.

Maße & Kennzeichnungen

Beispiel
7.5J × 17 H2 ET35 · 5×112 · 66.6
Du musst nicht alles „auswendig können“. Du musst nur wissen, was kritisch ist: PCD/Lochkreis, Nabe, ET, Schraubensitz.

Was bedeutet was?

  • 7.5J: Felgenbreite (Zoll). „J“ = Kontur des Felgenhorns (PKW Standard).
  • 17: Felgendurchmesser (Zoll).
  • H2: Doppelhump (besserer Wulstsitz).
  • ET35: Einpresstiefe 35 mm. Höhere ET = Rad steht „mehr innen“.
  • 5×112: 5 Schrauben, Lochkreis 112 mm.
  • 66.6: Nabenbohrung (mm). Zentriert die Felge.

Mini-Checks (Werkstatt)

  • PCD stimmt? Sonst geht’s gar nicht oder sitzt gefährlich.
  • Nabenbohrung: Zu klein = passt nicht. Zu groß = nur mit Zentrierringen sauber.
  • ET/Freigängigkeit: Prüfen: Bremse, Federbein, Radhaus, Lenkanschlag.
  • Schraubensitz: Kegel/Kugel muss passen (sonst lockert oder bricht).
Faustformel: Änderung Spur pro Achse ≈ 2×(ET-Änderung). (Nur als Gefühl, nicht als Freigabe.)
Merke: Falsche ET/PCD/Nabe ⇒ schleift, vibriert oder sitzt nicht richtig. Immer Vorgaben/Freigaben prüfen.

Drehmoment-Rechner

Einfach: Auswählen, welche Größe du brauchst. Dann 2 Werte eingeben. Ergebnis kommt live.

Ergebnis
Immer in SI: N, m, N·m

Wofür das in echt?

  • Radschrauben: Drehmoment sorgt für richtige Vorspannkraft. Zu wenig = locker, zu viel = Gewinde/Schraube überlastet.
  • Drehmomentschlüssel: Immer Herstellerwert verwenden. (Typische PKW liegen oft grob 90–140 N·m, aber das ist nur ein Gefühl, nicht „Regel“.)
  • Hebelarm: Längerer Hebel → gleiche Kraft erzeugt mehr Drehmoment.
Mini-Tipp: Wenn du ein Rad montierst: handfestkreuzweise → Fahrzeug ablassen → mit Drehmoment kreuzweise nachziehen.

Praxis-Hinweise (kurz & wichtig)

Montage-Checkliste

  • Auflageflächen sauber: Nabe/Felge frei von Rost, Schmutz, Farbe, Graten.
  • Schrauben/Muttern korrekt: Länge, Gewinde, Kegel/Kugel-Sitz passend.
  • TPMS: Sensor/ Ventil-Dichtung ok, danach ggf. anlernen.
  • Kreuzweise anziehen: Felge setzt sich gerade.
  • Nachziehen: Nach kurzer Fahrt gemäß Betrieb/Hersteller (wenn so vorgesehen).

Wann ist es „No-Go“?

  • Risse / starke Deformation: Felge nicht verwenden.
  • Starker Höhenschlag/Seitenschlag: Vibration, Unwucht, Sicherheitsrisiko.
  • Falscher Lochkreis/Nabe: Nicht „irgendwie“ montieren.
  • Kontakt (schleifen): Bremse/Federbein/Radhaus muss frei laufen.
Zubehörfelgen: nur mit Freigabe/ABE/ECE/Eintragung (je nach Land/Regelung).
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